Die ersten 5 Wochen meiner Weltreise – und warum Freiheit für mich unbezahlbar ist.

Die ersten fünf Wochen meiner Weltreise liegen hinter mir – und irgendwie fühlt es sich gleichzeitig so an, als wäre ich gerade erst losgefahren und als hätte ich in dieser kurzen Zeit schon unglaublich viel erlebt.
Bevor es für mich wirklich ins Ausland ging, war ich noch zwei Wochen mit meinem Camper in Norddeutschland unterwegs. Ich wollte die Zeit nutzen, um noch einmal Freunde und Bekannte zu besuchen, bevor ich für längere Zeit unterwegs bin.
Und genau das war die richtige Entscheidung.
Keine große Action, kein straffer Zeitplan. Einfach ein paar entspannte Tage, gute Gespräche und gemeinsame Momente.
Unter anderem waren wir an der Ems angeln. Einfach draußen sein, abschalten und die Zeit genießen. Gerade solche vermeintlich kleinen Momente sind es am Ende oft, an die man sich besonders gerne zurückerinnert.

Gleichzeitig waren diese zwei Wochen für mich auch eine Art Testphase.
Für meine Reise hatte ich mir eine neue Kamera und eine Drohne gekauft, und natürlich wollte ich beides vorher ausprobieren und einigermaßen verstehen, bevor es richtig losgeht. Also wurde getestet, eingestellt, ausprobiert – und vermutlich auch das ein oder andere Mal geflucht. :-)
Aber es hat sich gelohnt.


Denn gleichzeitig ist etwas passiert, das ich schon eine ganze Weile vor mir hergeschoben hatte:
Mein erstes YouTube-Video ist online gegangen.
Und ich habe endlich angefangen, Social Media wirklich aktiv zu nutzen.
Für viele wahrscheinlich nichts Besonderes. Für mich aber schon.
Ich habe lange darüber nachgedacht, meine Erfahrungen, Reisen und Gedanken öffentlich zu teilen. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem man nicht noch länger planen sollte, sondern einfach anfangen muss.
Also: angefangen.

Mit dem Abspielen wird das Video von YouTube geladen.
Von Norddeutschland nach Bukarest

Meine erste richtige Station auf dieser Reise war Bukarest in Rumänien.
Und dort wartete direkt die nächste neue Erfahrung auf mich: ein Hostel.
Ich war vorher tatsächlich noch nie in einem Hostel und wusste nicht so wirklich, was mich erwartet. Dementsprechend war ich am Anfang auch etwas skeptisch.
Schlafsaal? Fremde Menschen? Wenig Privatsphäre?
Ob das wirklich etwas für mich ist?


Umso überraschter war ich darüber, wie gut mir die Erfahrung gefallen hat.
Natürlich ist ein Hostel etwas völlig anderes als ein Hotel oder eine eigene Wohnung. Aber genau darin liegt gleichzeitig der Reiz.
Plötzlich sitzt man morgens oder abends mit Menschen zusammen, die aus völlig unterschiedlichen Teilen der Welt kommen. Jeder hat seine eigene Geschichte. Jeder ist aus einem anderen Grund unterwegs. Und jeder betrachtet die Welt aus einer etwas anderen Perspektive.
Ich habe in dieser kurzen Zeit Menschen kennengelernt und Geschichten gehört, mit denen ich sonst wahrscheinlich niemals in Berührung gekommen wäre.
Und genau das finde ich unglaublich spannend.


Man merkt schnell, wie klein die eigene Welt manchmal ist, wenn man sich immer nur mit Menschen umgibt, die ähnlich leben, ähnlich denken und einen ähnlichen Hintergrund haben.
Reisen verändert diese Perspektive.
Sofia hat mich komplett überrascht

Aktuell bin ich in Sofia, Bulgarien – ebenfalls in einem Hostel.
Und ich muss sagen:
Diese Stadt fasziniert mich mit jedem Tag mehr.
Sofia hatte ich vorher ehrlich gesagt überhaupt nicht groß auf dem Schirm. Umso größer ist die Überraschung darüber, wie wohl ich mich hier fühle.
Ich werde definitiv noch einmal im Sommer zurückkommen.
Und nein – nicht nur, weil dann vermutlich noch mehr hübsche Frauen draußen unterwegs sind. ;-)


Die Stadt selbst hat mich wirklich überrascht.
Es wirkt auf mich, als hätte man sich bei der Gestaltung Sofias tatsächlich Gedanken darüber gemacht, wie eine Großstadt lebenswert bleiben kann.
Überall gibt es Grünflächen und Parks, die teilweise fast nahtlos ineinander übergehen. Man kann unglaublich viel zu Fuß erledigen und läuft dabei häufig durch grüne Alleen oder Parkanlagen.
Das Spannende daran ist dieses besondere Gefühl:
Man befindet sich in einer Großstadt, aber teilweise fühlt es sich überhaupt nicht danach an.
Man hat viele Vorteile einer Hauptstadt – Restaurants, Cafés, Menschen aus aller Welt, Veranstaltungen und Möglichkeiten – und gleichzeitig immer wieder das Gefühl, in einer deutlich kleineren und entspannteren Stadt unterwegs zu sein.
Diese Kombination gefällt mir extrem gut.
Ich bin wirklich begeistert und hätte das vor meiner Reise so nicht erwartet.
Was kommt als Nächstes?
Und genau das ist wahrscheinlich einer der schönsten Aspekte dieser Reise:
Ich weiß es nicht genau.
Natürlich gibt es Pläne und Orte, die ich sehen möchte. Aber ich weiß nicht, wem ich in den kommenden Wochen begegnen werde.
Welche Gespräche werde ich führen?
Welche Orte werden mich überraschen?
Welche Pläne werde ich spontan ändern?
Und welche Erfahrungen werde ich machen, von denen ich heute noch überhaupt nichts weiß?
Gerade in den letzten Wochen ist mir dabei noch einmal etwas besonders bewusst geworden:
Freiheit und Zeit sind wahrscheinlich die wertvollste Währung, die ich mir in den vergangenen Jahren aufgebaut habe.
Es geht für mich nicht darum, permanent Urlaub zu machen oder jeden Tag etwas Spektakuläres zu erleben.
Es geht darum, entscheiden zu können.
Zu entscheiden, wo ich morgen aufwache.
Wie lange ich an einem Ort bleiben möchte.
Mit wem ich meine Zeit verbringe.
Ob ich weiterreise oder noch eine Woche länger bleibe.
Und vor allem darum, die Zeit dafür zu haben, Menschen, Orte und neue Perspektiven wirklich kennenzulernen.

Geld kann einem viele Dinge ermöglichen.
Aber am Ende bringt einem Geld wenig, wenn man keine Zeit hat, es zu nutzen.
Genau deshalb fühlt sich diese Reise für mich gerade weniger wie ein Urlaub an und mehr wie der Beginn eines neuen Kapitels.
Die ersten fünf Wochen sind vorbei.
Und wenn ich überlege, wie viele Eindrücke und Begegnungen allein in dieser kurzen Zeit zusammengekommen sind, bin ich extrem gespannt darauf, was die nächsten Wochen und Monate noch für mich bereithalten.
Die Reise hat gerade erst angefangen.
